Internationales Windpark-Management

22. November 2019

Wenn der Wind immer weht – Betriebsführung weltweit

Zweistellige Minusgrade im finnischen Lappland. Gerade hat das Außendienst-Team von wpd windmanager aus Oulu die Begehung des Windparks Kuolavaara-Keulakkopää abgeschlossen. Auf Schneemobilen fährt das Service-Team durch den meterhohen Schnee zurück zum Service-Stützpunkt. Die Leitwarte in Bremen ist informiert. Der Windpark läuft wieder.

In Lappland fahren die Kollegen mit Schneemobilen zur Anlage.

In Taichung ist an solche Temperaturen nicht zu denken. Auch im Windpark Changbin steht eine Begehung an. Klimatische Bedingungen? Außentemperaturen von über 35 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von über 70 Prozent. Für die Außendienst-Mitarbeiter wird der Aufstieg der E-70 mit jedem weiteren Meter zur sportlichen Herausforderung. In der Gondel liegt die Temperatur um die 40 Grad. Gleich ist es geschafft.

Am Hauptstandort in Bremen werden die weltweiten Windparks gemanagt. Ansprechpartner für die internationalen Standorte koordinieren die Zusammenarbeit. Sämtliche Einsätze an den Anlagen werden mit der zentralen Bremer Leitwarte abgestimmt. Die über 2.000 Anlagen in der Betriebsführung werden hier überwacht. Größere Zeitverschiebungen mit den Kollegen in Kanada oder in Taiwan? Kein Problem. Die Leitwarte ist 24 Stunden, 7 Tage die Woche besetzt.

Klimatische Faktoren

„Die Herausforderungen im internationalen Windpark-Management variieren natürlich stark – je nach Standort des Windparks“, verdeutlicht Moritz Regehr, Internationales Management bei wpd windmanager. „Für die technische Betriebsführung können beispielsweise klimatische Anforderungen ein Faktor sein. Da macht es einen großen Unterschied, ob ein Park in Finnland oder eben in Taiwan steht.“

Bei den Windparks in Taiwan stellt die hohe Luftfeuchtigkeit eine besondere Herausforderung dar.

Internationale Rahmenbedingungen

„Auch politische Rahmenbedingungen und gesetzliche Änderungen spielen eine entscheidende Rolle“, erklärt Philipp Baierl, Internationales Management bei wpd windmanager. „Nach mehreren Jahren Stillstand begann die polnische Regierung Ende letzten Jahres wieder die Windenergie zu fördern. Zeitgleich haben wir für einen Investor die Betriebsführung eines polnischen Windparks übernommen. So wurde Polen für uns wieder zu einem vielversprechenden Markt und wir konnten unseren Standort in Posen ausbauen.“

Mit über 4 GW in der Betriebsführung ist wpd windmanager neben Deutschland, Polen, Taiwan und Finnland, aktuell auch in Belgien, Frankreich, Kanada und Kroatien vertreten. Im Laufe des Jahres kommt mit Spanien ein weiterer Markt für wpd windmanager hinzu, danach folgen Chile und Schweden. „Mit neuen Märkten und Standorten werden wir als Betriebsführer natürlich auch für andere internationale Investoren und Betreiber interessant“, verdeutlicht Till Schorer, Director Sales bei wpd windmanager.

So wächst das internationale Portfolio kontinuierlich weiter.